2019
3. Platz "Alte Bücherfabrik" in Engelskirchen
3. Platz "Alte Bücherfabrik" in Engelskirchen

LEITIDEE
Das Entwurfskonzept der „Alten Bücherfabrik“ entwickelt im Spannungsfeld zwischen Gewerbe und Wohnen eine neue intensive kulturelle Nutzung mit hoher Qualität und Flexibilität und schafft dadurch einen neuen unverwechselbaren Ort für dieses Grundstück mit seiner Geschichte. Aufbauend auf die Rückbauvariante 2 und die Machbarkeitsstudie 6a wird ein neues maßstäbliches Nutzungskonzept mit Umbau, Sanierung und Erweiterung vorgeschlagen, bei dem die historische Entwicklung des Grundstückes mit ihren Bestandbauten nicht nur ablesbar bleibt, sondern auch würde- und spannungsvoll gegenüber der Neuplanung in Szene gesetzt wird.
Entwurfsprägend ist nicht nur der neue verbindende öffentliche Raum in der zweihüftigen Terrassenfigur, sondern die Analogie zwischen Stadt und Haus. Das Gesamtensemble wird erlebbar als kleine Stadt, mit öffentlichen und privaten Räumen, verschiedenen Häusern und Nutzungen, einem vorgelagerten „Marktplatz“ und einem „Veranstaltungsgebäude“ – alles unter einer neuen verbindenden parallelen Satteldachstruktur. Das Projekt „Alte Bücherfabrik“ zeigt hier seine Geschichte mit einladender Geste, neuer Funktion und neuer Identität. Hier wird man in Zukunft das Spannungsfeld zwischen neu gelebter Geschichte und reaktivierten Bestandsbauten erleben können.

ZUSAMMENFASSUNG
Mit dieser alle Rahmenbedingungen integrierenden Planung der Instandsetzung des alten Industrieareals Bücherfabrik in Engelskirchen-Ründeroth ist die Umwandlung in eine gemischt genutzte Immobilie mit neuem Erlebniswert gewährleistet. Hier wird eine, im Rahmen der Regionale 2025 „Bergisches Rheinland“ mit Städtebaufördermitteln des Landes NRW geförderte, attraktive Industriearchitektur als Ergänzung des historischen Ortskernes mit eigener Strahlkraft entstehen. Der vorliegende Entwurf kann durch seine Architektursprache und Qualität, Offenheit, Klarheit und Nachhaltigkeit einen neuen GENIUS LOCI am Gelände der Alten Bücherfabrik entstehen lassen und steht damit für das Selbstverständnis der Stadt Engelskirchen mit Ihrer Überzeugung und Verantwortung für die Gesellschaft und vor Natur und Schöpfung.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf setzt auf eine neue Giebellandschaft, die sowohl die Bestandsbauten als auch einen neuen zentralen Baukörper mit vier Satteldachfeldern überspannt. Durch einen verglasten Giebel mit einem gebäudehohen Vordach wird ein starker Akzent am zurückgebauten Kopfbau gesetzt, dessen abgeschrägte Fassade attraktiv in den Tiefhof überleitet. Dessen neue, geschwungene Stützmauer aus Cor-Ten-Stahl leitet spielerisch zu einer Trepppenanlage über, welche die unterschiedlichen Niveaus verbindet. Es entsteht eine gewisse Sogwirkung zum neuen doppelgiebeligen Zentralbau, dem eine z.T. überdachte Terrasse vorgelagert ist. Der Schornstein ist auf dieser wirkungsvoll in Szene gesetzt. Die nur als „l’art pour l’art“ eingesetzten dachlosen Binder könnten entfallen oder mittels zusätzlicher Glasfläche den wettergeschützten Vorplatz vergrößern.
Das zentrale Foyer verbindet folgerichtig die Funktionen Bürgerhaus, Gesundheitshaus, Gastronomie und Mehrzwecksaal, letzteres allerdings nur durch einen überlangen Gang. Es ergeben sich durch die Entscheidung einer überwiegend internen gebündelten Erschließung einige funktionale Mängel, insbesondere in Hinblick auf Erreichbarkeit So wird die Lage der Tafel und des Flüchtlingsvereins beispielsweise kritisch gesehen.
Der ruhende Verkehr ist immissionstechnisch richtig verortet und erschlossen, sowie als Split-Level-Parkdeck in den Hang eingebettet, bei moderatem Flächenverbrauch. Die Kosten dieser Lösung werden kontrovers diskutiert.
Zusammenfassend findet die Arbeit zu einem zeichenhaften Umgang mit der historischen Bausubstanz, der jedoch im Fall des Kopfbaus zu selbstbewusst gerät und für die Nutzung - Treppenhaus des Gesundheitshauses - zu prätentiös ausfällt. Der an sich luftige Foyer-Baukörper wird durch die im Obergeschoss eingestellte Neben- und Besprechungsräume in seiner Wirkung eingeschränkt.

2019
Anerkennung Haus des Gastes Peenemünde
Anerkennung Haus des Gastes Peenemünde

Das Haus des Gastes ist ein Bindeglied - zwischen Wasser und Land, - zwischen Hafenpromenade und Museumsareal, - zwischen Geschichte und Zukunft!
Ein „Haus für Alle“, als neuer Eingangsbereich für das Historisch Technische Museum. Das Zusammentreffen von Vergangenheit Gegenwart und Zukunft an diesem historischen Ort soll sich im konzeptionellen Ansatz, in der Architektursprache und in der Materialität des Neubaus wiederspiegeln. Ein transparentes modernes offenes Haus. Das Entwurfskonzept entwickelt eine klare städtebauliche Geste als Kreuzungspunkt von Hafenpromenade und Eingangsachse zum HTW. An diesem Kreuzungspunkt entsteht mit der Rahmenkonstruktion des Daches ein „Fenster zum Hafen“. Ein Fenster in zwei Richtungen: Einmal das Fenster vom Hafen In Richtung zum Ausstellungsgelände des Historisch Technischen Museums. Zum Anderem das Fenster von Peenemünde hinaus in die Welt.
In die orthogonale Bebauungsstruktur des gesamten Hafenbereiches eingebunden, stellt sich der Neubau selbstbewusst, kantig, aber in seiner Lage sehr eindeutig positioniert, in Längsrichtung mittig an die östliche Wasserkante der Hafenpromenade. Der wohlausgesuchte Standort des neuen „Haus des Gastes“ entfaltet hier seine Vorteile. Sowohl für die signifikante Fernwirkung vom Wasser, als auch für seine Funktion als „Torhaus“ zum Museumsareal ist die Lage ideal. Dem Versuch, dem internationalen Kontext der Raumfahrtgeschichte von Peenemünde gerecht zu werden, verfolgt der Verfasser mit dem Haus des Gastes einen ganzheitlichen Ansatz umzusetzen. Es soll neben der rein funktionalen und organisatorischen Einbindung des neuen Hauses in das Hafengebiet auch die geschichtliche Dimension gewürdigt werden. Mit dem Neubau soll die Einzigartigkeit des Ortes mit seiner Geschichte adäquat in Szene gesetzt werden und zusätzlich auch eine emotionale Beziehung des Besuchers zum Ort entstehen. Ein klarer moderner gläserner Baukörper, einfach und kompakt, zeichenhaft mit den weißen Stahlrahmen überdacht und in seine Umgebung positioniert. Es ist so aus allen Richtungen als signifikantes Bauwerk am Hafen erkennbar.

Beurteilung durch das Preisgericht
Entwurfsidee / Städtebauliches Konzept
Die Idee der städtebaulichen Positionierung des Gebäudes fügt sich sehr gut in das zukünftige Hafenkonzept zwischen HTM und der zukünftigen Bebauung ein.

Architektur- und Gestaltungskonzept / Materialität
Die Architektur wird als zeitlose und elegante Tektur aufgezeigt. Fassadengestaltung und Gebäudehöhe stehen für eine qualitätsvolle, hochwertige und zeitlose Architektur. Die Proportion von Geschossigkeit und Gebäudehöhe wird elegant gelöst. Die Öffnung des Daches im Eingangsbereich wirkt architektonisch interessant.

2019
3. Preis - Vertiefung der städtebaulichen Rahmenplanung für das Industrieareal newPark
3. Preis - Vertiefung der städtebaulichen Rahmenplanung für das Industrieareal newPark

Vertiefung der städtebaulichen Rahmenplanung für das Industrieareal newPark

2018
Kulturraffinerie K714 - Neubau einer Veranstaltungshalle in Monheim am Rhein
2.Platz - Kulturraffinerie K714 - Neubau einer Veranstaltungshalle in Monheim am Rhein

Städtebau
Aufbauend auf das „Rheinpark“-Konzept, das in Zusammenarbeit mit der Stadt Monheim und dem Architekturbüro Volkamer und Burkard 2002 entwickelt wurde (siehe Anlage 1) wird eine Konzeption für die Umnutzung der alten Fassabfüllhalle vorgeschlagen, die die vorhandenen Qualitäten nicht nur aufnimmt, sondern städtebaulich wie hochbaulich weiter entwickelt und steigert. So soll sowohl das Erbe des Ortes als Produktionsstandtort am Rhein in Form der alten Fassabfüllhalle optisch weitgehend erhalten bleiben, es soll sich aber auch die neue Nutzung der Halle selbstbewusst am Rhein als eine neue Perle an der Kette der Erlebnisräume am Rheinufer von Düsseldorf und Monheim darstellen. Das geradlinige Konzept des Rheinparks mit Wasserbezugs wird mit dem Umbau zur Veranstaltungshalle weiter fortgesetzt.

In der differenzierten Auseinandersetzung und Verbindung von NEU und Alt liegt die Herausforderung der Aufgabe. Der Verfasser nutzt die historischen Mauern als Basis für einen transparenten Ergänzungsbau. Der gläserner Riegel legt sich parallel zum Rhein auf das Gebäude und bildet damit hinter der Kleinteiligkeit der Mauerwerksgiebel der Hallenschiffe die neue Nutzung des Gebäudes als Veranstaltungshalle mit gegebener Fernwirkung ab.
Der neue Entwurf setzt sich innerhalb der schon überbauten Fläche ab. Die historischen Außenansichten werden erhalten, bzw. die Substanz repariert. Der nördliche Anbau an der Wasserachse wird zu Gunsten des neuen Vorpatzes mit Haupteingang zurückgebaut. Die historische Verladerampe wird zum begehbahren Außenbereich und hat mit der neuen Sitztreppe eine neue Aufenthaltsqualität mit Sicht zum Rhein.

2016
Fassadensanierung der Gebäude A – D der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar, Campus Rotenbühl, Saarbrücken

1. Preis

2016
Establishing Busan Station as The Hub of Creative Economy, SouthKorea

The city of Busan contains two characteristic sights watching the city from above. Firstly the mountains. The city structure surrounding the mountain area with its organic areas and streetlines is strictly ruled by the form of the mountains. The second topic is the Pacific Ocean shore for which a masterplan already exists. The challenge of the competition is to connect the old city with the new shoreside through the space of the main station by showing a possibility to develop the masterplan of the harbour

2016
Allerinsel - Wohnen am Stadthafen, Celle

mit Bauunternehmung Hofschröer GmbH & Co. KG
Los 1 1. Rang

2015
1.Rang - Allerinsel "Wohnen am Stadthafen"
1.Rang - Allerinsel "Wohnen am Stadthafen"

Allerinsel Celle – Wohnen am Stadthafen

KONZEPTIDEE
Leben am Wasser in Celle – Wohnen am Hafen.
Stadtraumergänzung und Entwicklung eines nachhaltigen modernen klimaneutralen Wohnstandort am Stadthafen in Celle mit sehr hoher Wohnqualität

STÄDTEBAU/ FREIRAUM
Der Entwurf nimmt die besonderen Rahmenbedingungen des Hafens auf und entwickelt diese in einem städtebaulichen Konzept weiter. Auf Grundlage des städtebaulichen Rahmenplanes und der Vorgaben des Bebauungplanes wird eine Hochbauplanung vorgeschlagen, die dem Thema Leben und Wohnen/ Arbeiten am Wasser in besonderer Weise gerecht wird. Hauptthema ist die Vernetzung der Themen Wasser, Grün und Wohnen. Die Empfehlung mit Geschäften und Gewerbe am Hafenbecken die Promenade zu beleben wird übernommen und eingearbeitet. Die solitäre Lage der Insel (Los 1) vereint in besonderem Maße die Qualitäten des Standortes und wir daher weiter ausgearbeitet und angeboten. Die unterschiedlichen Qualitäten diese Standortes werden mit dem vorliegendem Entwurf gewürdigt und ausdifferenziert und damit intensiver wahrnehmbar: Im Norden der Hafen mit Sichtbezug zur kleinen Marina und der geraden Promenade mit Öffentlichkeit. - Im Süden dagegen die grüne Uferkante mit Ihrer Privatheit zur ruhigen Aller hin. Diesen Gegensatz thematisiert dieser Entwurf bei gleichzeitiger Vernetzung dieser beiden Welten. Der gewünschte räumliche Abschluss mit Raumkante zum Hafen entlang der vorgegebenen Baulinie wird mit
3 Baukörpern an der Promenade erzeugt (Promenadenhaus 1, 2 und 3). Auf dieser Nordseite gibt es keine Balkone, die diese gerade Flucht optisch zerstören würden, sondern nur zurückspringende Dachterrassen. Die Gradlinigkeit dieser Bebauungskante wird durch eine begleitende beschnittene Platanen-Baumreihe unterstrichen. Diese bildet gleichzeitig auch das leichte grüne Dach für die tiefergelegte Fußgängerpromenade am Wasser. Zwischen den drei Promenadenhäusern gibt es 2 Durchgänge Richtung Süden. Der westliche führt direkt auf das Zentrum der Insel zu den 3 Inselvillen. Der östliche Durchgang führt ebenfalls an die südliche Uferkante, beinhaltet aber auch die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage. Das gesamte Baugrundstück ist im Erdgeschoss konsequent autofrei gehalten. Lediglich die Feuerwehr hat Ihre Zufahrts- und Wendemöglichkeit. Der geschwungene Uferweg kann auch als Wirtschaftsweg genutzt werden.
Pflanzvorschlag: Hainbuchenhecke = Carpinus betulus, Ausgleichspflanzungen: Weissdorn = Crategus ; Kornellkirsche = Cornus mas; Kupfer-Felsenbirne = Amelanchier lamarckii; Chinesische Zaubernuss = Hamamelis mollis, Säulen-Birne = Pyrus calleryana „Chanticleer“,

ARCHITEKTUR/ GESTALTUNG
Die Qualität liegt in der Maßstäblichkeit des Entwurfes. Die Reihung der drei unterschiedlich großen Promenadenhäuser zusammen mit der höhenmäßigen Staffelung der Geschosse in der Nordansicht ist eine differenzierte Antwort auf die gestellte Aufgabe: „Wohnen am Wasser“. Die erdgeschossige Nutzung an der Promenade ist kleinen Läden, Kleingewerbe und einem Ladencafé gewidmet. Gerade für die Gäste des anlegenden Linienverkehrs wird diese Promenade damit ein belebter und erlebnisreicher Ort.
Die Erschließung der 3 Promenadenhäuser als auch der 3 Inselvillen erfolgt barrierefrei über Treppenhäuser mit Aufzug. Über diese Treppenhäuser ist auch die TG angebunden. Die Tiefgarage hat eine offene Belichtung zum Inselhof zwischen den 3 Villen. Die Gebäude an der Promenade sind als 2- bis 4-Spänner konzipiert. Bei einer Gebäudetiefe von 13,50m entstehen attraktive „Durchwohngrundrisse“ mit Bezug zum Hafen, als auch Orientierung ins Grüne nach Süden. Hervorzuheben sind auch die hochwertigen Wohnsituationen an den Enden der Promenadenbebauung. Hier sind die exclusive Wohnungen in Verbindung mit exclusiver Aussicht und einem Nutzungsmix mit Ateliers geplant. Alle Wohnungen haben eine Dachterrasse oder Balkon. Die Insevillen sind als 2-Spänner geplant und haben im Staffelgeschoss eine Wohneinheit ebenfalls mit großer Dachterrasse. Die skulpturale Architektursprache in rostrotem Klinker unterstreicht den werthaltigen, modernen Wohnungsstandort am Stadthafen.
Bodentiefe Fenster erzeugen helle moderne Wohnräume und ein freundliches Wohnambiente.
Dieser vorliegende Entwurf für Los 1 bildet durch seine Architektur eine Signifikanz mit hohem Wiedererkennungswert am Stadthafen in Celle. Das dargestellte städtebauliche Konzept zeigt, dass diese Architektursprache auch auf Los 2 und 3 übertragbar wäre. Insbesondere stellt sich der Verfasser ein Pendant zum Kopfbau der Promenadenbebauung Haus 1 auf der anderen Seite der Aller als z.B. als Kranhaus vor. (Siehe Perspektive Blatt 1).

Die anthrazit-farbenen Fenster unterstützen die Lochfassadenwirkung von außen und bilden als Holz/Alu-Konstruktion im Inneren den warmen Gegenpol zur Klinkerfassade.
Alle Dachflächen erhalten eine Solarpaneeldeckung / extensive Dachbegrünung.

Energetisches Konzept
Der Raumkomfort und die Aufenthaltsqualität werden durch ein komplexes Zusammenspiel aus Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität, Raumakustik, Belichtung und Beleuchtung beeinflusst. Durch den entwickelten Komfortkonzeptansatz ist den Wohngebäuden eine maximale thermische und lüftungsbedingte Eigenfunktion gegeben, die bereits ohne die Unterstützung durch technische Gebäudesysteme zu einer hohen Funktionssicherheit führen. Diese Maßnahmen werden gemeinhin als Passiv-Maßnahmen bezeichnet:
- Hoher Dämmstandard der Gebäudehülle, Passivhausstandard
- Transparente Hüllflächen bestehen aus 3-fach-Wärmeschutzglas mit maximaler Lichttransparenz und effizientem, adaptivem, außenliegendem Sonnenschutz
- Der Glasanteil der Fassade ist auf rund 60 % begrenzt; somit ergibt sich eine in Bezug auf Tageslicht und solare Gewinne optimierte Gebäudehülle, die eine minimale unkontrollierte Außenluftinfiltration aufweist und eine blendfreie, maximierte Tageslichtautonomie verspricht; die solaren Lasten sind im Sommer weitestgehend reduziert.
- Effiziente, natürliche Intensivlüftung über öffenbare Fenster kombiniert mit Querlüftung
für alle Wohnräume
- Passive Nutzung von thermischer Gebäudemasse insbesondere in der Massivdecke. Zudem ist der Primärenergiebedarf der Gebäude für Wärme und Kunstlicht durch so genannte Effizienz-Maßnahmen weiter reduziert:
- Die Beheizung der Räume erfolgt über Fußbodenheizung.
Im letzten Schritt wird der stark reduzierte Gebäudeenergiebedarf weitestgehend durch regenerative, vor Ort verfügbare Energiepotentiale abgedeckt. Unter die so genannten Supply-Maßnahmen fallen folgende Punkte:
-Solare Hybridkollektoren auf den Dächern decken zum einen außerhalb der Heizperiode den
Brauchwasserwärmebedarf ab
– die Heizanlage bleibt in dieser Zeit abgeschaltet; der Stromoutput der Kollektoren versorgt die Gebäude bzw. wird ins öffentliche Netz eingespeist
- Das BHKW erzeugt die Heiz- und Brauchwasserwärme innerhalb der Heizperiode.

Wirtschaftlichkeit
Das Tragwerk des Gebäudes wird in Massivbauweise mit tragenden Wänden und Stützen konzipiert. Die Decken werden in Ortbetonbauweise erstellt. Sie liegen auf den tragenden der Kerne sowie auf den Stahlbetonstützen auf. Unterzugsfreie Flachdecke mit wirtschaftlichen Stützweiten von 5 bis 7m. Deckenstärken von 20 – 30 cm. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt durch die Treppenhaus- und Kernwände. Ein orthogonales wirtschaftliches Tragwerk mit keinerlei Besonderheiten, das der erforderlichen Flexibilität der Raumaufteilung auch für zukünftige Anforderungen gerecht werden wird.
Die vorgefertigte Filigrandeckenbauweise bietet auch große Potentiale für Zeit und Kostenersparnis bei Energie, Herstellung und Transport.

Aspekte der ökologischen und umweltgerechten Planung
- Das entwickelte Komfort- und Energiekonzept ist auf das Gebäude und auf den Standort zugeschnitten; die vorliegenden Passiv- und Effizienz-Maßnahmen garantieren die Einhaltung der geforderten raumklimatischen Bedingungen und führen zu einer konsequenten Reduktion des Jahresenergiebedarfes; mit Hilfe der beschriebenen Supply-Maßnahmen ist die regenerative Abdeckung eines Großteils des Primärenergiebedarfes über das Jahr möglich.
- Fensterflächen und Rahmenmaterial bestimmen maßgebend den Grauen Energieinhalt der Gebäudehülle; der Fensteranteil ist in Hinblick auf die natürliche Belichtung und in Hinblick auf den Außenbezug optimiert; ein allseitiger Außenbezug schafft räumliche Identitäten und fördert die Orientierung im Gebäude.

Zusammenfassung
Die neu geplante Wohnbebauung auf der Allerinsel in Celle bildet durch ihre Architektursprache und Qualität, Offenheit, Klarheit und Nachhaltigkeit einen neuen GENIUS LOCI am Stadthafen und steht damit für das Selbstverständnis der Stadt Celle mit Ihrer Überzeugung und Verantwortung für die Gesellschaft und vor Natur und Schöpfung.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser übersetzen die bauleitplanerischen und landschaftsräumlichen Vorgaben in ein insgesamt stimmiges Konzept. Entlang der südlichen Hafenkante bilden drei langgestreckte Gebäuderiegel, deren Auftakt und Abschluss jeweils plastisch akzentuiert wird, die gewünschte Raumkante, ohne den zur Mühlenaller orientierten Landschaftsraum hermetisch abzuschließen.
Über zwei ausreichend breite Raumfugen sind die drei zur Mühlenaller orientierten Punkt- bzw. Stadthäuser erreichbar, die sich in lockerer Anordnung um einen begrünten Hof gruppieren und das Gebäudeensemble räumlich-strukturell ergänzen.
Typologisch handelt es sich bei den Gebäuderiegeln und Stadthäusern um Mehrspänner, die in den Obergeschossen grundsätzlich einem zeitgemäßen Wohnungsstandard entsprechen und Reserven für Grundrissveränderungen im Sinne von Generationenwohnen, Wohngemeinschaften etc. aufweisen.
In den zur Straße orientierten Baukörpern sind die überwiegend gewerblich genutzten Erdgeschosse nicht sinnvoll und sollten in der weiteren Überarbeitung durch Wohnnutzungen oder eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ersetzt werden. Die städtebaulichen Kenndaten der 52 WE liegen oberhalb des Durchschnitts (= 50 WE).
Ebenso bedarf die Garagenebene mit viel zu breiter Fahrspur und einer zu knappen Rampenlänge einer gründlichen Überarbeitung – entweder durch Flächenreduzierung oder eine effizientere Stellplatzorganisation. Dies käme auch dem darüber liegenden begrünten Frei-raum zugute, bei dem sich die nach Osten ausgreifende Tiefgarage – anders als in Plan Mo-dell erkennbar – deutlich abbilden müsste. Hier muss die Lösung zugunsten einer verbesserten Freiraumqualität weiterentwickelt werden. Hervorzuheben ist, dass das Untergeschoss auch die für die aufgehenden Geschosse erforderlichen Nebenräume enthält und die Erschließung barrierefrei in die aufgehenden Gebäude führt.
Das architektonische Erscheinungsbild überzeugt in erster Linie durch die plastische Ausbildung der Ecksituation und eine differenzierte Dachlandschaft. Kontrovers diskutiert wird der Vorschlag, einen dunklen Ziegel als bestimmendes Fassadenmaterial zu wählen. Zu überprüfen ist, ob die Plastizität der Baukörper durch ein helleres Fassadenmaterial deutlicher zum Ausdruck gebracht werden könnte.
Bei vorrangiger Süd-Ost-Orientierung der Baukörper sind die Voraussetzungen für ihre energetische Aktivierung gegeben. Z.B. Aktivierung fester und beweglicher Fassadenelemente, Begrünung der Dachflächen, wobei die Dachlandschaft auch Träger energetischer Elemente sowie Terrasse oder Aufenthaltsfläche für Bewohner sein kann. Nicht zuletzt wird die starke landschaftliche Einbindung und Durchgrünung zur Nachhaltigkeit der Baumaßnahme beitragen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Verfassern ein überzeugender Beitrag gelungen ist, der in einigen Punkten allerdings der Überarbeitung bedarf.

2015
Neubau Mehrzweckhalle, Hohberg

Anerkennung

2015
10th Korean Rural Architecture Competition

Gemäß der im Wettbewerb gestellten Aufgabe liefern wir einen innovativen, zeitgemäßen und nachhaltigen Beitrag zur Umsetzung einer neuen Baukultur in Korea. Mit unserem Beitrag möchten wir eine Brücke schlagen zwischen Neu und Alt, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Vergangenheit und Zukunft und zwischen jungen und alten Menschen. Architektonische Vitalität und Lebensqualität sollen nach der Urbanisierung in die ländlichen Gemeinden Koreas zurückkehren und eine Eigendynamik zur Verbesserung der Lebensräume anstoßen.

2015
Neue Schule und Erweiterung der Feuerwache / Nouveau Collège secondaire des Rives et extension de la Caserne de pompiers, site des Anciens arsenaux, Yverdon-les-Bains (CH)

mit A24 Landschaft
4. Preis

2015
Neue Schule und Erweiterung der Feuerwache / Nouveau Collège secondaire des Rives et extension de la Caserne de pompiers, site des Anciens arsenaux
Neue Schule und Erweiterung der Feuerwache / Nouveau Collège secondaire des Rives et extension de la Caserne de pompiers, site des Anciens arsenaux

Neue Schule und Erweiterung der Feuerwache

2014
Neubau Amprion Zentrale Dortmund

Die Amprion GmbH beabsichtigt bis zum Jahresende 2017 eine Standortverlagerung ihrer Zentrale innerhalb des Stadtgebietes von Dortmund. Zu diesem Zweck ist die eigene Errichtung eines Büro- und Verwaltungsgebäudes im Technologiegebiet „Phoenix-West“ im Ortsteil Dortmund-Hörde vorgesehen.
Um das am besten geeignete Gebäudekonzept zu identifizieren und zu beurteilen, lobte die Amprion GmbH einen beschränkten, nichtöffentlichen Generalplaner-Wettbewerb aus. Leistungsumfang und Wettbewerbsziel war die Entwicklung eines im Nachgang planerisch zu vertiefenden Gebäude- und Freiflächenkonzeptes.

2014
Kultureller Marktplatz Dahlbruch, Hilchenbach

mit JKL Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur, Transsolar Energietechnik GmbH, HEG Beratende Ingenieure GmbH, KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GmbH
Ankauf

2011
Neubau einer Rad-, Gehwegbrücke über den Niederfeldsee, Essen

mit Wörzberger Ingenieure GmbH
4. Preis

2011
Vertiefung der Städtebaulichen Rahmenplanung für das Industrieareal newPark, Datteln

mit JKL Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur
3. Preis

2011
Technikmuseum Freudenberg: Erweiterung und Neustrukturierung, Freudenberg

ein 3. Preis

2010
Erweiterung der Hochschule für Musik Saar, Saarbrücken

2. Preis

2010
Erweiterung der Hochschule für Musik Saar

In dem Entwurf für den Neubau der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken fügen sich eine logische Gebäudeform, eine lebendige dynamische Fassadengestaltung, ein effektiv nutzbares Innenleben und ein durchdachtes, ökologisches Konzept zu einem inspirierenden Ganzen.
Dem Bestandsgebäude der Musikhochschule wird ein selbstbewusster, zeitgemäßer und moderner Neubau zur Seite gestellt, der das Lochfenster des Altbaus thematisiert und neu interpretiert.
Der dreigeschossige Erweiterungsbau spricht eine moderne und prägnante Architektursprache und präsentiert die Musikhochschule Saar sowohl mit Fernwirkung zur Bismarckstraße als auch zum Saarufer und trägt als neuer Auftakt an der Grünachse deutlich zur Attraktivierung der Kulturmeile bei.
Eine langgestreckte Glashalle mit einem zweigeschossigen Luftraum, die als Fuge zwischen dem Neu- und Altbau ausgebildet ist, dient sowohl zur Belichtung des sich im Untergeschoss befindenden Lesesaals und des Walter Gieseking Saals im Erdgeschoss, sowie der Verbindung des Haupteingangs im Westen mit den Zugängen zum
Altbau. Durch das Glasdach wird eine hohe Aufenthaltsqualität im Bereich vor den Studios geschaffen und somit das Zentrum im Gebäude formuliert. Die Lichthalle mit der logischen Anordnung der Treppenhäuser und des Aufzugs ermöglich eine einfache Orientierung und Übersichtlichkeit.
Das sparsam dimensionierte jedoch wohlproportionierte Foyer mit einem Aufzug sorgt gleichzeitig für Barrierefreiheit vom Untergeschoss bis ins zweite Obergeschoss. Der barrierefreie Zugang auf die Erdgeschossebene wird über die bestehende Rampe gewährleistet.
Durch die Anpassung des neuen Untergeschossniveaus an den Altbau wird
die Zugänglichkeit in die bestehenden Übungsräume ermöglicht.
Eine einfache Gliederung der Funktionen ermöglicht eine gute Orientierung. Im Erdgeschoss Studios für den erhöhten Publikumsverkehr. Im ersten Obergeschoss die Unterrichts- und Vorlesungsräume. Im zweiten Obergeschoss Unterrichtsräume, Büros und
Rückzugsräume für Studenten als Computerlounge mit dem Blick zur Saar.
Um niedrige Investitionskosten zu sichern, wird das Tragsystem in Fertigteilbauweise und die Treppenhäuser aus Betonfertigteilelementen hergestellt. Des Weiteren werden vorgefertigte, vier sich wiederholende Fensterformate aus industriell gefertigte Materialien
verwendet.
Neben der Gebäudekomposition verleiht die charakteristisch gestaltete Fassade dem Objekt seine besondere Note. Die Fassadengestaltung und Materialität spiegelt den lebendigen Inhalt des Gebäudes wieder. Inspiriert vom Klang der Musik fungiert die glänzende Kupferfassade in Goldtönen als Spiegelbild des Innenlebens der Musikhochschule Saar und wirkt somit einladend und inspirierend auf die Umgebung.
Im Innenbereich kommen Materialien wie Gipskarton (erhöhter Schallschutz - geforderte Bereiche) für die Trennwände, Decken mit Betonuntersicht (Betonkerntemperierung) und Treppen aus Fertigteilen zum Einsatz.
Alle Materialien –innen wie außen- tragen einem durchgängigen Gesamtkonzept Rechnung, bei dem Funktionalität, Ökologiebewusstsein und Wirtschaftlichkeit in Vordergrund stehen.
Die Planung berücksichtigt die gewünschten Anforderungen der EnEV 2009. Die Imagewirkung wird durch die Gestaltung des Gebäudes erreicht unter der Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und den notwendigen Investitionskosten.