Schulanlage Wankdorf

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2002
Bauherr, Auftraggeber

Stadtbauten Bern

Architekt
m+b Architekten, Bern

Texte
Christoph Schläppi

Photograph
Milo Keller

Elegant und grosszügig von der Gesamtkomposition bis in die Details, gehört das corbusianische Schulhaus Wankdorf zu den besten Bauten der Nachkriegsmoderne in Bern. Nach einer umfassenden Sanierung wird eine Fülle von Nutzerwünschen an den neuen Aussenraum gerichtet. Wie ein Bachbett soll er sein, rollstuhlgängig, beleuchtet, für Spiele und Aufenthalt geeignet, öffentlich, zugleich zurückgezogen, kurz: alles, was sich eine Schule wünschen kann. Den Weg zur Lösung weisen die geschichteten Fassaden des Nordtrakts: Ihre Bänderung wird aufs Vorland umgelegt. Vor und neben dem Klassentrakt entsteht ein Rasenband mit mehrstämmigen Bäumen, ein Pioniervegetationsband,

ein Rasenwellenband, ein Beerensträucherband. Im Ruderalband, das die Fassadenvorzone frei hält, lebt die Idee des Bachbetts weiter. Am Übergang zum asphaltierten Schulhausplatz wechseln Betonplatten und Chaussierungen mit Hecken ab. In die Elementbänder werden wie in einem Setzkasten Tätigkeitsfelder „abgefüllt“: Der Schulgarten, ein Balancierbalken, die eigens erfundenen Sitzpilze, eine Wiese mit Findlingen, ein Weidenhaus. Plattenwege erschliessen die Längsrichtung, bedarfsweise die Querrichtung. Randabschlüsse fehlen oder sind scharf mit Stahlplatten geschnitten. Die nordwestseitige Hausvorzone wird ausgeholzt. Staudenbänder werden wellenförmig eingezogen, Veloabstellplätze und Parkplätze werden angelegt. Der Prozess des Ordnens, Verteilens, Aufräumens verwebt das heterogene Ganze zum Gesamtbild. Statt eines hyperfunktionalistischen Raums entsteht eine  Gesamtkomposition von spielerischer Individualität.

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