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Robert Koch Institut „Haus 7“

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Localização
Berlin, Alemanha

Das Robert Koch-Institut (RKI) benötigt an seinem Standort in der Seestraße in Berlin neue Laborflächen. Insgesamt sollen 88 Labore einschließlich notwendiger Auswerteräume, Lager, Büros, Seminarräume und gemeinsame Funktionsräume in „Haus 7“ Platz finden.

Mit dem neuen „Haus 7“ soll die Lücke zwischen Haus 5 und Haus 6, das 2015 nach dem Entwurf von Henn Architekten fertiggestellt wurde, schließen.

In einem einphasigen, nicht-öffentlichen Wettbewerb konnten wir das Preisgericht mit unserem Entwurf überzeugen.

Der Neubau wird die beiden bestehenden Gebäude deutlich überragen und vom Hof aus gesehen, zentral in deren Mitte stehen. Durch die kompakte Form mit einem quadratischen Grundriss kann der Abstand zu den Nachbargebäuden optimiert werden und so ist eine natürliche Belichtung für alle Forschungsräume gewährleistet.

Der zentrale Grünraum wird durch den Neubau stadträumlich gefasst. Wie die Häuser 5 und 6 wird auch der neue Laborbau von diesem zentralen Freiraum erschlossen.

Ein belebter Aufenthaltsraum im Grünen lädt die ForscherInnen zum Verweilen, zum Austausch und zur Erholung ein und schafft eine übersichtliche Adressbildung.

Der Haupteingang des Hauses 7 orientiert sich klar zu diesem Freiraum hin, mit einem gedeckten, arkadenförmigen Vorbereich. Dieser ermöglicht eine witterungsgeschützte Nutzung und eine großzügige Öffnung der Foyer-, Seminar- und Kommunikationszone zum zentralen Garten hin.

Durch den kompakten Footprint wird ein möglichst großer Teil des wertvollen Freiraumes erhalten.

Wir haben bei unserem Entwurf zwei thematische Schwerpunkte gesetzt:

Einerseits sollte ein Gebäude errichtet werden, das größtmögliche Flexibilität erlaubt, denn Laborgebäude müssen sich den laufend wechselnden Erfordernissen anpassen können. Der zweite Schwerpunkt im architektonischen Konzept liegt in der Behandlung und Qualität der kommunikativen Bereiche, denn Kommunikation spielt in der Wissenschaft und Forschung eine zentrale Rolle.

Das „Haus 7“ wird als Holzhybridbau realisiert. Ein räumliches Stahlbetongitter schafft die primäre Tragstruktur. Somit kann der Betonanteil auf ein Minimum reduziert werden- bei gleichzeitig höchster Flexibilität in Bezug auf Umnutzungsmöglichkeiten.

Das Preisgericht urteilte abschließend: „Insgesamt stellt die Arbeit eine in Funktionalität, Gestaltung und Qualität der Aufenthaltsräume sehr überzeugende Lösung dar. Struktur und Gestaltung bilden eine wohltuende und konsequente Einheit, die einem modernen Laborgebäude gerecht wird."

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